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    Nachricht vom 09.07.18 | new energy world

    Zweite Auflage der new energy world: Das neue Energiesystem im Fokus

    Das Energiesystem ist im Umbruch – mit weitreichenden Folgen für Industrie und Gewerbe, Immobilienwirtschaft, Versorgungsunternehmen, Berater und Dienstleister im Energiemarkt. Die new energy world widmet sich als Informations- und Kommunikationsplattform den Chancen und Risiken, die sich aus Lösungen zur Vernetzung dezentraler Erzeugungs- und Abnahmekapazitäten, einem effizienten, wirtschaftlichen und versorgungssicheren Energiemanagement sowie veränderten Marktrollen ergeben. Am 11. und 12. Dezember 2018 findet im Congress Center Leipzig (CCL) die zweite Auflage der Konferenz und Fachausstellung statt.

    Das Herzstück der new energy world ist das hochkarätige Konferenzprogramm, das aktuelle Themen des vernetzten Energiesystems aufgreift – vom Big Picture bis hin zu Detailfragen. Branchenexperten stellen in Form von Impulsvorträgen, Best practice-Beispielen und fundierten Fachbeiträgen technische Lösungen und Trends sowie wirtschaftliche und rechtliche Hintergründe vor. Das Programm teilt sich in zwei parallele Streams auf. Der erste Stream beschäftigt sich mit neuen Lösungen und Kooperationsformen im neuen Energiesystem und richtet sich insbesondere an Energieversorgungsunternehmen sowie die Immobilienwirtschaft. Im zweiten Stream, der vor allem für Vertreter aus Industrie und Gewerbe konzipiert wurde, stehen Best-Practice-Beispiele und Pilotprojekte aus dem neuen, vernetzten Energiesystem im Fokus. An beiden Vormittagen und am Nachmittag des ersten Konferenztags finden themenübergreifende, hochkarätige Impulsvorträge statt, die sich an alle Zielgruppen richten. Darin geht es unter anderem um Veränderungen in der industriellen Produktion durch künstliche Intelligenz sowie aktuelle Entwicklungen bei Blockchain und Peer-to-peer Plattformen. Außerdem wird ein Praxisbeispiel für integrierte energetische Vernetzung in einem Industriepark vorgestellt und ein Live-Hacking veranschaulicht die Bedeutung von IT-Sicherheit in der vernetzten Energiewelt.

    Big Picture – Die Zukunft unseres Energiesystems

    Eröffnet wird das Konferenzprogramm der new energy world mit einer Keynote von Dr. Patrick Graichen, Direktor der Agora Energiewende gGmbH, zur Zukunft des Energiesystems. Graichen war von 2001 bis 2012 im Bundesumweltministerium tätig - zunächst im Bereich der internationalen Klimapolitik, von 2004 bis 2006 als Persönlicher Referent des Staatssekretärs und ab 2007 als Referatsleiter für Energie- und Klimapolitik. In dieser Zeit hat er unter anderem die Ausgestaltung der ökonomischen Instrumente des Kyoto-Protokolls, das Integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung von 2007, das EU-Klima- und Energiepaket 2008 und die Gesetzgebungsverfahren im Bereich des Energiewirtschaftsrechts federführend verhandelt.

    Smart Meter Gateway, Quartiersentwicklung und Mieterstrom: Innovative Konzepte für Energieversorger und die Wohnungswirtschaft

    Die Beiträge der new energy world zeigen den hohen Grad an Komplexität, Innovation und Vernetzung von neuartigen Lösungen im Energiesystem. Stromerzeuger in Einfamilienhäusern, unter anderem Photovoltaikanlagen, können beispielsweise gebündelt werden und damit einen großen Beitrag zur Sicherstellung einer stabilen Stromversorgung leisten. Eines der Ziele des Projekts enera, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, ist die Untersuchung einer möglichen Steuerung von Geräten beim Endverbraucher über die CLS-Schnittstelle (Controllable Local System) des Smart Meter Gateways (SMGW). Durch den bevorstehenden Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) werden künftig Millionen von Haushalten mit SMGWs ausgerüstet, die eine sichere, verschlüsselte Kommunikation von externen Marktteilnehmern mit beliebigen Erzeugern und Verbrauchern beim Endkunden ermöglichen. Über die CLS-Schnittstelle der Gateways können Anlagen mithilfe von standardisierten Protokollen gesteuert werden. So haben Betreiber von virtuellen Kraftwerken die Möglichkeit, auf einen massiv vergrößerten Pool von Anlagen zuzugreifen. Auf diese Weise wird ein enormes Flexibilitätspotential erschlossen. Tobias Richter, Innovationsmanager bei Power Plus Communications, wird das Konzept und die daraus resultierenden Möglichkeiten in seinem Vortrag erläutern.

    Das zukünftige Energiesystem wird unter anderem von Trends wie, Dekarbonisierung, Dezentralität, Demokratisierung und Digitalisierung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie der Wandel von der Stromwende hin zu einer umfänglichen Energiewende gestaltet werden kann. Der Vortrag von Andreas Franke, Geschäftsführer der VNG ViertelEnergie, stellt die Rolle von integrierten Quartierslösungen zur Beantwortung dieser Frage auf Mikroebene dar. Hierfür wird das Prinzip der Quartierslösungen praxisnah, anhand bereits realisierter Projekte vorgestellt. Des Weiteren werden Vorschläge zur Beseitigung möglicher technischer und wirtschaftlicher Hemmnisse eingebracht.

    Marlene Paar vom Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften wird auf der new energy world das Projekt WINNER vorstellen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt möchte zur weiteren Verbreitung von Mieterstrommodellen beitragen und diese dazu nutzen, um umweltfreundliche Elektrofahrzeuge in einem Carsharing-Modell zu betreiben. Auf einem typischen Wohngebäude der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG wird mit Hilfe einer Photovoltaikanlage Strom gewonnen. Der so erzeugte ‚grüne‘ Strom soll zum einen als Mieterstrom an die Mieter abgegeben werden und zum anderen genutzt werden, um Elektrofahrzeuge vor der eigenen Haustür aufzuladen. Der Strom wird anhand von Überkapazitäten, Auslastungsschwankungen und Netzstatus intelligent gesteuert. Die Fahrzeuge sollen sowohl von Dienstleistern, als auch von Mietern genutzt werden. Spätestens 2019 soll das Projekt auch auf andere Quartiere und Regionen übertragen werden.

    Dynamische Stromtarife und die ISO 50001: Effizientes Energiemanagement für Industrie und Gewerbe

    Im Zuge der Energiewende nimmt die Bedeutung der Flexibilität im deutschen Energieversorgungsnetz immer weiter zu, um eine stabile Versorgung zu gewährleisten. Bisher wird die benötigte Flexibilität meist durch die Erzeugerseite gedeckt, die Verbraucherseite hingegen wird nahezu vernachlässigt. Im Rahmen des Projekts „Happy Power Hour II" zeigt ein Wuppertaler Forschungskonsortium, geleitet durch die Bergische Universität Wuppertal, wie Flexibilitäten im industriellen Umfeld bereits heute nutzbar gemacht werden können. Erklärtes Ziel ist es, Flexibilitätsoptionen mittelständischer Industrieunternehmen durch dynamische Stromtarife zu aktivieren und somit die Energiebezugskosten zu verringern und einen Beitrag der Verbraucherseite am Gelingen der Energiewende zu ermöglichen. Benedikt Dahlmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Wuppertal, stellt das Projekt in seinem Vortrag vor und erläutert, wie sich dynamische Stromtarife in der mittelständischen Industrie nutzen und umsetzen lassen.

    Ein weiteres Instrument auf Verbraucherseite im Sinne betriebswirtschaftlicher und energetischer Effizienz ist ein erfolgreiches Energiemanagement. Die internationale Norm ISO 50001 unterstützt Organisationen über alle Branchen hinweg beim Aufbau eines ganzheitlichen Managementsystems zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer energiebezogenen Leistung. Wichtigste Voraussetzungen für die Einführung der ISO 50001 in einer Organisation sind das systematische Erfassen der Energieströme, die Festlegung von Energiezielen und Aktionsplänen sowie geeignete Überwachungsmechanismen. Die gezielte Erfassung und Umsetzung rechtlicher Vorschriften und anderer Forderungen bringt zusätzliche Handlungssicherheit. Julian König, Projektmanager Energie bei DQS, gibt einen Überblick über die Anforderungen der ISO 50001 sowie deren bevorstehende Revision. Darüber hinaus informiert er über die Vorgaben und Auswirkungen der ISO 50003.

    new energy world vernetzt Konferenzprogramm mit begleitender Fachausstellung und Networking-Möglichkeiten

    Um das im Konferenzprogramm vermittelte Wissen mit praktischen Lösungen zu verknüpfen, wird die new energy world eine begleitende Fachausstellung beinhalten, in der namhafte Unternehmen und Institutionen mit Standpräsentationen vertreten sind. Die Stadtwerke Leipzig, die VNG, ONTRAS Gastransport, Aquametro Messtechnik und ENSO Energie Sachsen Ost unterstützen die Veranstaltung hier als Premiumpartner. Pitches von Ausstellern, Networking-Pausen mit Thementischen und ein Get-Together liefern zusätzlichen Gesprächsstoff und Kommunikationsmöglichkeiten. So schafft die new energy world die Basis für eine enge Verzahnung aller relevanten Akteure. Veranstaltet wird die new energy world von der Leipziger Messe GmbH in Kooperation mit den Energieforen Leipzig.

    Das vollständige Konferenzprogramm steht unter folgendem Link zur Verfügung: www.newenergyworld.de/programm/

    Über die new energy world
    Die new energy world ist eine Konferenz und Fachausstellung für Energiemanagement, -services und vernetzte Systeme. Als Informations- und Kommunikationsplattform greift sie die Transformationsprozesse des Energiesystems und das Management vernetzter Energiesysteme auf und bringt die relevanten Akteure zusammen. Die new energy world findet im im Congress Center Leipzig statt. Veranstaltet wird sie in Kooperation mit den Energieforen Leipzig. Zu den Kernthemen der new energy world zählen Energiemanagementsysteme, Energiesteuerung und vernetzte Lösungen, Netze und Energieverteilung, Energiespeicherung, Planung und Betrieb von energietechnischen Anlagen, Energieconsulting, Energiehandel und -versorgung. Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Forschung und Entwicklung runden das Angebot der Veranstaltung ab.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Herr Felix Wisotzki
    Telefon: +49 (0)3 41 / 678 65 34
    Fax: +49 (0)3 41 / 678 16 65 34
    E-Mail: f.wisotzki@leipziger-messe.de


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