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    Nachricht vom 17.10.18 | new energy world

    new energy world 2018: Energieversorgung im Umbruch

    Die Energiewende stellt insbesondere Energieversorger vor große Herausforderungen. Mit der Abkehr von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien müssen die Unternehmen Strategien und Konzepte entwickeln, die den politischen Vorgaben gerecht werden und gleichzeitig eine Energieversorgung sicherstellen, die immer höheren Ansprüchen und sich verändernden Gegebenheiten gerecht werden muss. Die Konferenz und Fachausstellung new energy world, die am 11. und 12. Dezember im Congress Center Leipzig (CCL) stattfindet, widmet sich ausführlich diesen Themenbereichen. In Vorträgen von ausgewiesenen Branchenexperten erfahren die Teilnehmer unter anderem mehr über die grundlegenden Entwicklungen der Energiewende bis 2030, grüne Gase, intelligente Sektorenkopplung sowie neue Geschäftsmodelle und Partnerschaften für kommunale Unternehmen.

    Die Energie- und Klimapolitik ist traditionell geprägt von zwei widersprüchlichen Weltsichten: Die eine hält wirtschaftlichen Erfolg und Klimaschutz für Gegensätze, die andere sieht Klimaschutztechnologien als Motor für wirtschaftlichen Erfolg im 21. Jahrhundert. Deutschland versteht sich beim Klimaschutz als Vorreiter, muss sich nun aber auf die zweite Phase der Energiewende fokussieren. In dieser geht es darum, nicht nur eine Stromwende, sondern auch eine Wärme- und Verkehrswende in Gang zu setzen – und die ökonomischen Chancen der Energiewende entschlossen zu nutzen. Vor diesem Hintergrund zeichnet der Vortrag von Dr. Patrick Graichen das Big Picture 2030 und legt Vorschläge vor, wie das Gemeinschaftswerk Energiewende gleichzeitig Klimaschutz, ökonomischen Erfolg und Versorgungssicherheit gewährleisten kann. Graichen ist Direktor der Agora Energiewende Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH.

    „Keine Power ohne Gas“ – Wie grüne Gase, intelligente Sektorenkopplung und Power-to-Gas die Energiewende bezahlbar gestalten

    Zahlreiche nationale und europäische Studien haben nachgewiesen, dass die Nutzung von Gasinfrastruktur und grünen Gasen große Vorteile bringt: Der Gassektor trägt nicht nur durch sein enormes Speicherpotenzial zum Erfolg der Energiewende bei, sondern der Übergang in eine dekarbonisierte Energiewelt wird effizienter, preisgünstiger und die Versorgungssicherheit bleibt erhalten. So spart die Nutzung der Gasnetze zwölf Milliarden Euro jährlich durch günstigere Endanwendungen und vermiedenen Stromnetzausbau. Zudem reduziert sich der Anpassungsdruck auf der Verbraucherseite: Den Nutzern werden vielfältige Möglichkeiten und Technologien für die Stromerzeugung, Wärmebereitstellung, für industrielle Anwendungen und für Mobilitätslösungen zur Verfügung stehen. Damit erhöht sich die Akzeptanz der Energiewende. In seinem Vortrag „Keine Power ohne Gas“ erläutert Ralph Bahke, Geschäftsführer von ONTRAS Gastransport, die Potenziale von grünen Gasen für die Energiewende und welche Rolle die Sektorenkopplung dabei spielt.

    Sektorenkopplung ist der Ansatz für ein integriertes Energiesystem, in dem alle Infrastrukturen und Energieträger optimal genutzt werden, um das Ziel einer 95-prozentigen Reduzierung der Treibhausgase (gegenüber 1990) bis 2050 zu erreichen. ONTRAS hat sich mit den anderen Mitgliedern der Green Gas Initiative vorgenommen, den Gastransport bis dahin sogar zu 100 % CO2-frei zu gestalten. Um dieses Vorhaben umzusetzen engagiert sich ONTRAS dafür, mit Reallaboren den Markthochlauf von Power-to-Gas-Lösungen und grünem Wasserstoff einzuleiten. Gleichzeitig setzt man sich für schnelle rechtliche/regulatorische Weichenstellungen ein: Zielgrößen für erneuerbare Gase und eine gemeinsame Netzplanung für Strom- und Gasnetze, damit grüne Gase mittelfristig auch im freien Wettbewerb mithalten können.

    Flexibilität durch Power-to-Heat und Wärmespeicher – Chancen der Sektorenkopplung vor Ort

    Dr. Dirk Wernicke, ehemaliger Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, beschäftigt sich in seinem Vortrag ebenfalls mit der Sektorenkopplung. Der gezielte Einsatz von Speicher- und Kopplungselementen bietet nicht nur wirtschaftliches Optimierungspotential. Hier liegt auch eine Chance, Systemdienstleistungen für die Übertragungsnetze zu erbringen. Das Gesamtkonzept des Münsteraner Heizkraftwerks zeigt dies exemplarisch: Die Integration eines Elektrodenkessels und eines Fernwärmespeichers in das lokale GuD-Kraftwerk schafft Potentiale für eine optimierte Fahrweise des Kraftwerks. Und sie erschließt an den Flexibilitätsmärkten zusätzliche Ertragspotentiale durch die Bereitstellung von Sekundärregelleistung.

    Kommunale Konzerne als innovative Dienstleister in allen Sektoren

    Versorgungsunternehmen in der Hand von Städten und Gemeinden erbringen für ihre Kunden weit mehr lebenswichtige Dienstleistungen als nur die Belieferung mit Strom und Wärme. Die new energy world blickt über den Tellerrand und zeigt auf, wie sich kommunale Konzerne als attraktive Anbieter innovativer Dienstleistungen profilieren können. Im Bereich der Mobilität kann beispielsweise der ÖPNV intelligent und bedarfsgerecht organisiert werden. Björn Siebert vom Berliner Unternehmen door2door erläutert anhand konkreter Beispiele aus Städten wie Duisburg, München und Freyung, wie der öffentliche Personennahverkehr mit On-Demand Angeboten mobile Flexibilität für die Nutzer bietet, Emissionen und Verkehrsbelastung reduziert werden.

    Über die new energy world
    Die new energy world ist eine Konferenz und Fachausstellung für Energiemanagement, -services und vernetzte Systeme. Als Informations- und Kommunikationsplattform greift sie die Transformationsprozesse des Energiesystems und das Management vernetzter Energiesysteme auf und bringt die relevanten Akteure zusammen. Die new energy world findet im im Congress Center Leipzig statt. Veranstaltet wird sie in Kooperation mit den Energieforen Leipzig. Zu den Kernthemen der new energy world zählen Energiemanagementsysteme, Energiesteuerung und vernetzte Lösungen, Netze und Energieverteilung, Energiespeicherung, Planung und Betrieb von energietechnischen Anlagen, Energieconsulting, Energiehandel und -versorgung. Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Forschung und Entwicklung runden das Angebot der Veranstaltung ab.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Herr Felix Wisotzki
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